Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl

Nachdem einige Schülerinnen und Schüler unserer Gymnasialen Oberstufe, also auch Erstwählerinnen und Erstwähler, ihr Interesse bekundet hatten, eine Informationsveranstaltung zu den anstehenden Wahlen durchzuführen, haben wir uns kurzfristig bemüht eine Podiumsdiskussion mit den Kandidatinnen und Kandidaten der großen Parteien zu organisieren. Auch in der heißen Phase des Wahlkampfes sind dieser Einladung alle Parteien nachgekommen. Leider war die Kandidatin der CDU, Theresa Gröninger, kurzfristig verhindert und konnte nicht erscheinen, was sowohl für die Schülerinnen und Schüler als auch für die Organisatoren sehr enttäuschend war. Bei allen anderen Kandidaten möchten wir uns an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bedanken.

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Der Diskussion mit den anderen Parteien und vor allem den ca. 250 Schülerinnen und Schülern stellten sich also die Vertreter und Vertreterinnen von vier Parteien. Die SPD wurde von Florian Boehlke vertreten. Er ist auf der Landesliste für den Bundestag nominiert und derzeit Ortsamtsleiter in Burglesum. Die Grünen entsandten den Kandidaten der Grünen Jugend Philipp Bruck, der auf Listenplatz 4 für den Bundestag kandidiert. Die Linke wurde durch die Spitzenkandidatin Doris Achelwilm vertreten, die durch das überdurchschnittliche Wahlergebnis ihrer Partei direkt in den Bundestag einziehen wird. Die FDP schickte Moritz Sartorius in die Diskussion, der durch seine Arbeit im Beirat Findorff einen engen Bezug zu unserem Stadtteil und auch zu unserer Schule hat.

Die Veranstaltung begann etwas zögerlich, das sich die Parteien miteinander und auch mit den Zuhörerinnen und Zuhören im ersten Themenblock überwiegend einig waren. Es ging um das Thema Bildung, in welchem sich alle Parteien vorrangig auf die bundespolitische Ebene beschränkt haben und das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern thematisierten.

 

In den folgenden Themenblöcken, die sich mit der Frage nach der Reichtumsverteilung in Deutschland, dem Umgang mit Flucht und Migration und der Klimapolitik befassten, wurde die Debatte dann sowohl auf dem Podium, vor allem aber im Publikum deutlich emotionaler.

Vor allem die Diskussion über die Gerechtigkeit und die zusehends größer werdende Differenz zwischen Arm und Reich sowie die Frage nach dem Umgang mit Geflüchteten und der Anerkennung von Fluchtgründen und der Beseitigung von Fluchtursachen, traf die Interessen und Überzeugungen vieler Schülerinnen und Schüler sehr genau. Im abschließenden Themenblock über die Klimapolitik kochten die Emotionen nochmals hoch, da sich die Geister an der Frage nach der Nutzung der Atomkraft als Mittel des Klimaschutzes schieden. Diesen Vorschlag des Vertreters der FDP quittierten die Schülerinnen und Schüler, für die der dramatische Unfall in Fukushima noch sehr präsent ist, mit Verständnislosigkeit und vielen energischen Nachfragen.

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Insgesamt hoffen wir den Schülerinnen und Schülern bei ihren ersten Bundestagswahlen eine kleine Orientierungshilfe gegeben zu haben und konnten dazu viele positive Rückmeldungen der Schülerschaft einholen. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und wir hoffen, auch zur nächsten Bürgerschaftswahl eine ähnliche durchführen zu können. Dort sind dann alle beteiligten Schülerinnen und Schüler auch Erstwählerinnen und -wähler, da bei diesen Wahlen das Wahlrecht bereits ab 16 Jahren gilt.